Die deutschen Hersteller von Industriearmaturen erzielten von Januar bis April 2012 ein nominales Umsatzplus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Inland entwickelte sich mit minus zwei Prozent deutlich schlechter als im Ausland (+ 12 Prozent). In den einzelnen, vom VDMA statistisch erfassten, Armaturengruppen entwickelten sich die Umsätze in den ersten vier Monaten 2012 auf sehr unterschiedlichem Niveau.
Bei den Absperrarmaturen blieben diese auf Vorjahresniveau, die Hersteller von Regelarmaturen verzeichneten ein Plus von fünf Prozent und die Sicherheits- und Überwachungsarmaturen sogar ein Umsatzwachstum von 18 Prozent.
Ein Blick auf die Auftragseingänge macht deutlich, dass in den nächsten Monaten insbesondere bei den Regel- und Absperrarmaturenherstellern mit Umsatzrückgängen zu rechnen ist. Die Inlandsorders sind im April bereits zweistellig im Minus, so der VDMA weiter. „Die hohe Exportquote deutscher Industriearmaturenhersteller von über 70 Prozent könnte sich allerdings positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken: Die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern legten im April um 40 Prozent zu.“
Der Fachverband Armaturen prognostiziert für 2012 ein Umsatzwachstum von nominal drei Prozent und geht weiterhin von einer starken Nachfrage aus dem nichteuropäischen Ausland aus. Dabei wird sich der Umsatz in der Produktgruppe der Absperrarmaturen vermutlich mit plus drei Prozent, bei den Regelarmaturen mit plus fünf Prozent und in der Produktgruppe der Sicherheits- und Überwachungsarmaturen mit plus zwei Prozent entwickeln.

Foto: The Linde Group