Motor reist von Berlin nach Oman

Firmenchef Mathis Menzel (rechts) reiste persönlich nach Oman, um sich davon zu überzeugen, dass der Ersatzmotor seines Unternehmens vor Ort exakt passen würde (Quelle: Menzel Elektromotoren GmbH)

Menzel Elektromotoren aus Berlin hat den Bau eines Motors mit Sondergehäuse abgeschlossen, der von einem Zementwerk in Oman in Auftrag gegeben wurde. Das Motorenunternehmen hatte den Auftrag erhalten, den Mühlenantrieb des Werkes eins zu eins zu ersetzen, da der Originalantrieb chinesischen Fabrikats nicht zufriedenstellend funktionierte, wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervorgeht. Nach der Auftragserteilung begab sich Mathis Menzel, Firmenchef der Menzel Elektromotoren GmbH, im Herbst 2014 persönlich nach Oman.
Dort konnte er die Kompatibilität und die Maße des geplanten Ersatzmotors direkt vor Ort prüfen. „Es gehört zu unserem Servicekonzept, neben kundenspezifischen Konstruktionen und individueller Beratung auch solche Dienstleistungen anzubieten“, so Mathis Menzel. „So können wir ganz genau arbeiten und dem Kunden oft auch weitere Empfehlungen für seine Anlage geben.“ Da vor Ort keine Anpassungen für einen neuen Motor anderer Bauart möglich waren und auch der Anlasser weiter verwendet werden sollte, fertigte Menzel Elektromotoren mithilfe der genauen Maße einen 6-poligen Ersatzmotor mit 4.200 kW Nennleistung und einer Drehzahl von 993 min-1. Dabei seien dem Original-Motor entsprechend auch die Leitungen – ohne Klemmenkasten für den Läuferanschluss – direkt ins Motorgehäuse eingeführt worden, heißt es. Durch die Vermessung vor Ort konnten passgenaue Maße und elektrische Kompatibilität zugleich sichergestellt werden, denn die elektrischen Erfordernisse allein hätten den Bau eines kleineren Motors erlaubt, erklärt Menzel Elektromotoren. Um die gewünschten Maße und den Wellendurchmesser zu erreichen, konstruierten die Ingenieure stattdessen ein Sondergehäuse in Baugröße 900 basierend auf dem Menzel-typischen Design. Der Kunde habe die Dienste des Elektromotorenherstellers zum ersten Mal in Anspruch genommen, habe aber bereits weitere Projekte in Auftrag gegeben und sei im Juli 2015 zur Abnahme des Motors nach Berlin gereist, heißt es abschließend.