In der Industrie nimmt der Automatisierungsdruck stetig zu. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte zur komplexen Roboterprogrammierung. Der Maschinenbauer Robert Bürkle aus Freudenstadt begegnet dieser Herausforderung mit der standardisierten Schnittstelle SRCI (Standard Robot Control Interface), die eine einfache Roboterprogrammierung direkt in der SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) ermöglicht.
Besonders bei schweren Werkstücken in der Holzverarbeitung – etwa Leichtbauplatten für Wohnmobile – ist der Robotereinsatz unverzichtbar. Anstatt teure Spezialisten zu engagieren, programmiert Bürkle die eingesetzten Yaskawa-Roboter über SRCI selbst. Diese Schnittstelle erlaubt die Integration von Roboterfunktionen als SPS-Bausteine und macht herstellerspezifisches Know-how überflüssig. Das reduziert die Einlernzeit und senkt die Einstiegshürde für kleinere Unternehmen erheblich.
Dank digitaler Zwillinge kann Bürkle seine Anlagen virtuell testen, was Zeit spart und reale Materialtests minimiert. Das beschleunigt die Inbetriebnahme – auch bei komplexen Anlagen mit Robotern wie dem Yaskawa Motoman GP225 mit 225 kg Traglast.
Für mittelständische Anlagenbauer, die Industriearmaturen integrieren, bietet SRCI große Potenziale: Roboter können etwa Ventile oder schwere Rohrleitungen exakt positionieren, Bauteile montieren oder repetitive Handlingsaufgaben übernehmen. Mit SRCI lassen sich solche Automatisierungsschritte direkt in bestehenden SPS-Umgebungen realisieren – ideal auch für den Retrofit bestehender Armaturenanlagen.
Zusammen mit Lösungen wie MotoLogix bleibt SRCI ein weiterer Baustein für flexible und zukunftssichere Automatisierung. Gerade in der Armaturenindustrie, wo Präzision, Wiederholgenauigkeit und zunehmend individuelle Anforderungen zählen, kann die einfache Roboterintegration zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.