Erfolg misst sich bei Bürkert nicht allein an wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern ebenso an den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Dieses ganzheitliche Verständnis führt zu einem systemischen Ansatz, der Wege zu einem regenerativen Wirtschaften auf verschiedenen Ebenen aufzeigt – von einzelnen Komponenten bis hin zu ganzen Industrien.
Regeneratives Wirtschaften beginnt bereits auf der Komponentenebene: Mit energieeffizienten Lösungen lassen sich Ressourcen schonen und Emissionen reduzieren. Ein Beispiel sind Bürkert-Magnetventile mit Doppelspule und Kick-and-Drop-Technologie, die in Kompressoren zur Drucklufterzeugung eingesetzt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Ventilen ermöglichen sie Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent. Das senkt nicht nur den CO₂-Ausstoß und die Abwärme, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Komponenten.
Auch auf Anwendungsebene ergeben sich Potenziale für mehr Nachhaltigkeit. So konnte die Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG in der Shampoo-Produktion den Ausschuss um über zwei Drittel verringern – dank des Durchflussmessgeräts FLOWave. Dieses erkennt in Millisekunden den Wechsel zwischen Produkt, Reinigungsmedium und Mischphasen und sorgt so für einen reibungslosen Produktionsprozess. Ähnliche Effizienzgewinne lassen sich auch in Molkereien und anderen Branchen erzielen.
Zukunft gestalten mit Fluidik – von New Food bis grünem Wasserstoff
Neue Lebensmitteltechnologien, wie die Kultivierung von Proteinen in Bioreaktoren („New Food“), bieten nachhaltige Alternativen zur Fleischproduktion. Damit die Herstellung effizient und ressourcenschonend verläuft, müssen alle fluidischen Prozesse optimal aufeinander abgestimmt sein. Bürkert unterstützte beispielsweise das indische Unternehmen DDE bei der Entwicklung von Bioreaktoren für ein kalifornisches Start-up – inklusive der Neugestaltung von Rohrleitungs- und Instrumentenfließschemata. Entstanden sind Reaktoren mit Fassungsvermögen von 20 bis 10.000 Litern, die eine präzise und stabile Prozessführung ermöglichen.
Auch bei Zukunftstechnologien wie grünem Wasserstoff leistet Bürkert Pionierarbeit. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Wasserstoff eine Schlüsselrolle in der Energiewende spielt – etwa in der chemischen Industrie oder der Stahlproduktion. Mit maßgeschneiderten Fluidiklösungen unterstützt Bürkert Forschungseinrichtungen, etablierte Unternehmen und Start-ups gleichermaßen, zum Beispiel bei Projekten zu mobilen Wasserstofftankstellen, Elektrolyseuren, Methan-Plasmalyseuren oder Prüfständen für Brennstoffzellen.