Mit dem Hochlauf von Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU) entstehen europaweit erste CO₂-Pipeline-Netze, Verdichterstationen, Speicher und industrielle Prozessketten – verbunden mit völlig neuen Anforderungen an Material, Dichtheit und die Auslegung metallisch dichtender Armaturen.
Hier setzt die Hartmann Valves GmbH aus Niedersachsen an: Das Unternehmen bietet verschweißte High-Integrity-Shut-Off-Armaturen und optimierte Wellheads für CO₂-Transport, -Speicherung und -Verarbeitung.
CO₂-Projekte: Sicher speichern
Bei CCS wird CO₂ abgeschieden, verdichtet, transportiert und dauerhaft im Untergrund gespeichert. Entscheidend für den Erfolg ist die Integrität des gesamten Systems – von der Abscheidung über die Hochdruck-Pipelines bis zum Wellhead und ins Reservoir. Hartmann Valves liefert projektspezifische Bohrlochköpfe und metallisch dichtende Armaturen, die für hohe Druck- und Temperaturanforderungen ausgelegt sind und eine zuverlässige Absperrung gewährleisten.
„Sicherheit und Dichtheit stehen für uns an erster Stelle. Unsere metallisch dichtenden Armaturen sind für Anwendungen unter extremen Bedingungen konzipiert und gewährleisten eine sichere Absperrung, auch bei überkritischem CO₂“, erklärt Werner Hartmann, Geschäftsführer von Hartmann Valves. „Unsere jahrzehntelange Entwicklung und Fertigungserfahrung im Hochdruck- und Spezialarmaturen-Bereich für Kohlenwasserstoffe übertragen wir gezielt auf CO₂-Speichertechnologien.“
Korrosionsbeständige Werkstoffe wie Nickelbasislegierungen und hochfeste Stähle verhindern Leckagen und Materialalterung. Ergänzt durch präzises Monitoring lassen sich Risiken minimieren und Betriebskosten deutlich senken.
CO₂ als Rohstoff nutzen – Carbon Capture and Utilization (CCU)
Neben der sicheren Speicherung gewinnt auch die Nutzung von CO₂ als wertvoller Rohstoff zunehmend an Bedeutung. In Prozessen wie Methanol- oder E-Fuel-Synthese, Harnstoffproduktion, Betonhärtung oder als Kältemittel (R744) in Großwärmepumpen ist CO₂ Teil geschlossener Prozessketten – mit hohen Anforderungen an Druckhaltung und Dichtheit.
Hartbeschichtete Sitzflächen aus Wolfram- oder Chromkarbid, präzise gefertigte Kugel-Sitz-Paare und robuste Antriebssysteme sorgen für dauerhaft reproduzierbare Dichtheit – selbst bei häufigen Schaltzyklen und extremen Druckwechseln.
„Unsere über viele Jahre entwickelte Kompetenz in metallisch dichtenden Armaturen und Hochdrucksystemen übertragen wir konsequent auf die Anforderungen zukünftiger CO₂-Infrastrukturen. Damit schaffen wir zuverlässige Lösungen für sichere und effiziente CO₂-Transport- und Speichersysteme.“, betont Christian Hartmann, verantwortlicher Geschäftsführer für den Bereich Forschung & Entwicklung bei Hartmann Valves.
Die Erfahrungen aus Öl- und Gasproduktion, Raffinerien, Chemie und Geothermie, wo CO₂ unter anderem als Scaling Inhibitor eingesetzt wird, fließen ebenfalls in die Entwicklung ein.