Hartmann Valves hat sein Portfolio aus der Öl- und Gasindustrie auf weitere Anwendungen der Energiewirtschaft ausgeweitet. Heute kommen die metallisch dichtenden Kugelhähne und Bohrlochkopfsysteme auch in der Geothermie, der Energiespeicherung sowie in Wasserstoff- und CO₂-Projekten zum Einsatz. Im Jahr seines 80-jährigen Bestehens gehört das Familienunternehmen zu den Ausstellern der VALVE WORLD EXPO 2026.
Mit den Veränderungen der Energiemärkte haben sich auch die Einsatzfelder von Hartmann Valves erweitert. Erfahrungen aus der Öl- und Gasindustrie flossen zunächst in Anwendungen der Chemieindustrie, Energiespeicherung und Geothermie ein. Mit dem Ausbau von Wasserstoffprojekten und Technologien zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO₂ (CCUS) kamen weitere Aufgaben hinzu.
Über die Anwendungsfelder hinweg stehen dabei Druck- und Temperaturbeständigkeit sowie die geforderte Dichtheit im Mittelpunkt. Bei Wasserstoff und CO₂ müssen zusätzlich medienspezifische Anforderungen an Werkstoffe, Dichtsysteme und die Auslegung der Komponenten berücksichtigt werden. Neben standardisierten Produkten entwickelt Hartmann Valves deshalb auch kundenspezifische Lösungen.
Vom Schieber zum metallisch dichtenden Kugelhahn
Werner Hartmann gründete das Unternehmen 1946 in Ehlershausen. Ab 1949 gehörten Schieber für die Öl- und Gasindustrie zum Produktprogramm. In den 1950er-Jahren folgten eigene Kugelhahnkonstruktionen; zwischen 1956 und 1959 wurden entsprechende Patente in Deutschland, Österreich und den USA angemeldet und erteilt. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte das Unternehmen Konstruktionen, Dichtsysteme und Fertigungsverfahren weiter.
Metallisch dichtende Kugelhähne bilden bis heute einen Schwerpunkt des Portfolios. Sie werden insbesondere dort eingesetzt, wo hohe Anforderungen an die Druck-, Temperatur- und Dichtheitseigenschaften der Armaturen bestehen.
Geothermie als langjähriges Einsatzgebiet
Die Geothermie gehört seit Jahrzehnten zu den Anwendungsbereichen der Unternehmensgruppe. Bereits Ende der 1970er-Jahre war die damalige Celler Maschinenfabrik an einem Geothermieprojekt in Bruchsal beteiligt. Der dort installierte Bohrlochkopf wurde später bei der Reaktivierung der Anlage erneut genutzt.
Technisch bestehen Parallelen zu klassischen Untertageanwendungen: Hohe Drücke und Temperaturen sowie die Eigenschaften der geförderten Medien bestimmen die Anforderungen an Werkstoffe, Dichtsysteme und Konstruktion. In Geothermieprojekten kommen sowohl projektspezifische Bohrlochkopfsysteme als auch metallisch dichtende Kugelhähne zum Einsatz.
80 Jahre Hartmann Valves
Vom 20. bis 22. August 2026 feierte Hartmann Valves sein 80-jähriges Bestehen in Ehlershausen. Heute führen Werner, Christian und Martin Hartmann das Familienunternehmen in dritter Generation. Rund 230 Mitarbeitende sind an den Standorten Burgdorf-Ehlershausen und Celle beschäftigt.
Auf der VALVE WORLD EXPO vom 1. bis 3. Dezember 2026 in Düsseldorf ist Hartmann Valves als Aussteller vertreten. Besucher finden das Unternehmen in Halle 1, Stand B75. Weitere Informationen bietet das Ausstellerprofil der VALVE WORLD EXPO.