Der von Weber konzipierte Prüfstand umfasst mehrere Stationen, die jeweils unterschiedliche Anforderungen an die Prüflinge stellen. So wird unter anderem eine Station mit einem Handdrehmomentschlüssel und einem stationären Drehmoment-Messgerät genutzt, um die Genauigkeit und Handhabung bei der Drehmomentanwendung zu kontrollieren. Weitere Stationen sind als Flanschbäume mit verschiedenen Verbindungstypen ausgeführt, während andere Prüfplätze mit Mannlöchern oder Armaturengestellen ausgestattet sind.
Alle Stationen sind in ein zentrales Computersystem integriert, das die Prüfungen steuert, die Aufgaben zufällig auswählt, mit den Tablets der Prüfer kommuniziert und sämtliche Ergebnisse automatisch auswertet. Digitale Drehmomentschlüssel übermitteln ihre Messdaten dabei in Echtzeit direkt an das System, wodurch menschliche Übertragungsfehler vermieden werden.
Ablauf und Bewertung des Prüfprozesses
Der Prüfprozess selbst folgt einem klar definierten Ablauf. Zu Beginn werden die Daten der Testperson erfasst, darunter Name, Geburtsdatum und Einsatzbereich. Anschließend erfolgt die Zuordnung eines Inspektors sowie eines Test-Tablets, das während der gesamten Prüfung als Schnittstelle zwischen Prüfer und System dient. Im nächsten Schritt startet die eigentliche Durchführung. Das zentrale System übermittelt die Prüfaufgaben an das Tablet, woraufhin die erste Aufgabe, die Drehmomentprüfung mit dem Handdrehmomentschlüssel, beginnt.
Danach folgt die Montage einer Flanschverbindung, deren Prüfstation zufällig bestimmt wird. Während der Durchführung bewertet der Inspektor die Arbeit anhand digitaler Checklisten, ergänzt durch die automatisch übertragenen Werte des Drehmomentschlüssels. Nach Abschluss aller Aufgaben prüft das System die Ergebnisse, erstellt ein Zertifikat oder vermerkt eine negative Bewertung, wenn die Anforderungen nicht erfüllt wurden.