01.08.2012

Garlock GmbH

Neue PTFE-Fertigung verkürzt Lieferzeit von Garlock-Armaturen

Rund zwei Millionen Euro hat die Garlock GmbH in den Aufbau einer PTFE-Fertigung in Neuss investiert.
In einer 650 Quadratmeter großen, neu errichteten Halle produziert Garlock, der Spezialist für technische
Dichtungen und Armaturen, ab März 2012 Bauteile aus dem Kunststoff mit modernster Technologie.
Zum Einsatz kommen die Bauteile aus PTFE (Polytetrafluorethylen) in Zwischenflanschklappen, mit denen
Rohrleitungen abgesperrt werden beziehungsweise der Durchfluss reguliert wird. Nahezu
alle großen Chemieunternehmen in Europa verwenden Garlock-Armaturen.

„Jetzt können wir noch schneller und besser auf die individuellen Wünsche unserer Kunden reagieren“,
erläutert Herbert Nöckel, Geschäftsführer der Garlock GmbH, den Grund für den Neubau. Bislang wurden
die PTFE-Bauteile vom Mutterhaus in den USA bezogen. „Mit der neuen Fertigungslinie hier in Deutschland
werden wir die Lieferzeiten verkürzen können“, so Nöckel. „Dank der Nähe zu unseren europäischen Kunden
können wir gemeinsam mit ihnen unsere Produkte lösungsorientiert an spezifische Anforderungen anpassen.
Und durch den Einsatz einzigartiger Materialkombinationen ist künftig auch hier in Neuss die Entwicklung
von Innovationen möglich.“

Aus PTFE, ein Polymer aus Fluor und Kohlenstoff, werden in Neuss sowohl die Auskleidungen der Armaturen (Liner)
als auch die Klappenscheibenummantelung (Disc) hergestellt. Dabei wendet Garlock ein Produktionsverfahren an,
das in Europa nur sehr selten eingesetzt wird: das isostatische Verpressen. Hierbei wird der Kunst-stoff auf
einem „Wasserbett“ verpresst. Das Wasser sorgt für eine sehr gleichmäßige Druckverteilung. Dadurch haben die
Bauteile eine äußerst hohe Diffusionsdichte.

Der Vorteil: Werden die Armaturen später in Rohrleitungen eingesetzt, wird die Diffusion von aggressiven Medien,
wie zum Beispiel Chlor, stark reduziert.

Aufgrund dieser Eigenschaften haben die PFTE-ausgekleideten Armaturen von Garlock ein breites Anwendungsspektrum.
Dies reicht von der Trinkwasseraufberei-tung über sichere Absperrungen in Chemietankwagen bis zum zuverlässigen
Einsatz in der chemischen Industrie, wo hoch aggressive Säuren und Laugen verarbeitet werden.
„Garlock-Armaturen werden überall dort eingesetzt, wo höchste Ansprüche an Qualität, Langlebigkeit und Sicherheit
gestellt werden“, erläutert Produktmanager Thorsten Hardt.

Die Fertigung der Bauteile erfordert allerdings einen hohen technischen Aufwand. So wiegt die größte Presse in der
neuen Neusser Produktionshalle 80 Tonnen und hat eine Presskraft von 1.800 Tonnen. Hier können alle Produkte in den
Größen von zwei bis 24 Zoll „state of the art“ hergestellt werden.

Garlock beschränkt sich nicht nur auf die Produktion der Kunststoffe:
Im Garlock-Werk Neuss werden alle Armaturen komplett montiert und geprüft.
Dies garantiert eine hohe Qualität und Lebensdauer – seit über 40 Jahren.