Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG

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08.10.2018

Joint Venture mit Binzagr aus Saudi-Arabien

Die Binzagr Factory ist ein international tätiges Produktions- und Vertriebsunternehmen, das ursprünglich als Handelspartner der Saudi Arabian Oil Company (Saudi Aramco) gegründet wurde. Heute ist Binzagr der landesweit führende Anbieter von technischen Isolierungen für Industrieanlagen und steht in Zusammenarbeit mit diversen Firmen – auch aus Deutschland. Zusammen mit den einheimischen Experten stellt AS-Schneider nun vor Ort Industriearmaturen für die Mess- und Regeltechnik her, speziell für den Einsatz in der Öl- und Gasindustrie. „Wir sind damit der erste Anbieter von Instrumentierung in Saudi-Arabien“, bemerkt Geschäftsführer Rolf Kummer. „Ich freue mich, dass wir für unseren Markteintritt einen so erfahrenen und renommierten Partner wie Binzagr gewinnen konnten.“

Mit dem Produktionsstart am 1. Juli nahm die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen nun konkrete Formen an. „Wir montieren und testen hier hauptsächlich Nadelventile, Kugelhähne und Ventilblöcke“, beschreibt Umar Mukthar, der das Projekt für AS-Schneider betreut. „Dafür nutzen wir die gleichen maßgeschneiderten Maschinen wie in Deutschland. Kunden müssen also keinerlei Abstriche bei der Produktqualität befürchten.“

Durch die Kooperation mit Binzagr kann AS-Schneider Kunden in Saudi-Arabien nun noch schneller und umfassender bedienen. „Wir produzieren vor Ort hochwertige Lösungen, welche die geforderten Normen sogar übertreffen“, beschreibt Kummer. „Unsere Ventile erfüllen zum Beispiel die strengen Vorgaben der ISO FE-Bauartprüfung (Mess-, Prüf- und Qualifikationsverfahren für flüchtige Emissionen) und erreichen damit die höchste Dichtheitsklasse.“ Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner sorgt zudem für kurze Lieferzeiten sowie eine flexible und kompetente technische Unterstützung: „Bei Bedarf sind unsere Experten und sämtliche Ersatzteile in kürzester Zeit beim Kunden“, betont Kummer.

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08.10.2018

Double Block & Bleed Piping Kugelhähne der neuen Generation

In Rohrleitungen können ganz verschiedene Medien mit unterschiedlichen Eigenschaften transportiert werden. Das Problem: Viele dieser Medien dehnen sich bei einer Erwärmung stark aus, beispielsweise verflüssigtes Erdgas. Kann sich das Medium nicht ausdehnen, weil es in einem festen Raum eingesperrt ist, so steigt stattdessen der Druck sehr stark an. Sperrt man etwa verflüssigtes Erdgas bei -161 Grad Celsius und 1 bar Druck räumlich ein und lässt die Temperatur auf Raumtemperatur ansteigen, so erhöht sich der Druck auf 1.895 bar. Daher muss sichergestellt sein, dass Bereiche, in denen das Medium eingesperrt werden kann, gegen eine Drucküberlast abgesichert werden. Entscheidend dabei ist: Der Überdruck darf laut Norm nicht in die Atmosphäre entweichen, sondern muss in die Prozessleitung entspannt werden. Sowohl die von AS-Schneider entwickelten Double Block & Bleed Piping Kugelhähne der Taurus-Baureihe, als auch die "Process-to-Instrument" Kugelhähne der VariAS-Block-Baureihe erfüllen diese Anforderungen standardmäßig. Sie bestehen aus zwei Absperr-Kugelhähnen und einem Entlüftungsventil (Double Block and Bleed). Je nach Ausführung halten sie Drücken bis 420 bar stand.

Unterschiedliche Normen fordern verschiedene Lösungen
Die Lösungen von AS-Schneider sind unter anderem auf die zwei voneinander abweichenden Normen EEMUA 182 und SHELL MESC SPE 77/170 ausgelegt. Letztere fordert die Entlüftung durch eine drei Millimeter-Bohrung in der Kugel in Richtung Prozess.  Diese Technik kommt bei der VariAS-Block-Baureihe zum Einsatz.

Durch drei Millimeter-Bohrung entweicht Druck
Die Kugelhähne sind mit schwimmend gelagerter Kugel ausgeführt – sogenannte 'Floating Balls'. Dabei sind die Kugelsitze fest fixiert und die Kugel kann sich in geschlossener Stellung in Durchflussrichtung bewegen. Schließt das Ventil, dreht sich auch die Kugel, und die Flüssigkeit oder das Gas tritt in und um die Kugel herum ein. Ohne die drei Millimeter-Bohrung wäre im geschlossenen Zustand das Medium zwischen den beiden Kugelsitzen eingesperrt, was bei einer Erwärmung zu einem deutlichen Druckanstieg führen würde. Durch die drei Millimeter-Verbindungsbohrung zur Prozessseite hin, kann sich das Medium bei Erwärmung einfach zum Prozess hin ausdehnen, ohne dass der Druck ansteigt.

Darüber hinaus gibt es Kugelhähne mit gelagerten Kugeln, sogenannte 'Trunnion Balls'. Durch die Lagerung ist die Kugel in Durchflussrichtung fixiert, dafür können sich die Ventilsitze bewegen. 

Selbstlüftende Ventilsitze
Bei der Norm EEMUA 182 darf die Entlüftung nicht über eine Bohrung in der Kugel erfolgen, sondern muss automatisch geschehen. Hierfür kommen zum Beispiel selbstentlüftende Ventilsitze zum Einsatz, welche mittels Federkraft gegen die Kugel gedrückt werden. Das Medium strömt dabei in den Raum um die Kugel hinein. Auch hier ist zunächst das Medium zwischen den beiden Kugelsitzen eingesperrt und bei Erwärmung steigt der Druck an. In diesem Fall jedoch werden die Ventilsitze von dem ansteigenden Druck entgegen der Federkraft von der Kugel weggedrückt, wodurch der Druck entweichen kann. Der Vorteil gegenüber der Entlüftung mit der drei Millimeter-Bohrung: Die Lösung funktioniert bidirektional, das heißt, sie dichtet in beide Richtungen ab. Auch diese Lösung funktioniert sehr zuverlässig. 

Es gibt auch selbst entlüftende Kugelsitze nach dem zuerst beschriebenen 'Floating Ball'-Prinzip, durch welche bidirektional abgedichtet werden kann. Hier erfolgt die Entlüftung des eingeschlossenen Druckes um den Ventilsitz herum. Der Druck, ab dem das Medium beginnt, an den Ventilsitzen vorbeizuströmen kann hier jedoch nicht genau vorhergesagt werden, da dieser stark von den Fertigungstoleranzen abhängt. Deshalb sind die Lösungen mit der drei Millimeter-Bohrung in der Kugel in vielen Fällen die geeignetere Option, da sie sehr zuverlässig funktionieren und trotz Bohrung verschleißarm sind.

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08.10.2018

Metallisch – praktisch – dicht

Steht Dichtheit im Widerspruch zum leichten Betätigungsmoment?

Um darauf eine Antwort geben zu können, muss das Funktionsprinzip eines Kugelhahns erklärt werden: Um die Dichtheit der Kugel zum Kugelsitz sicher zu stellen, reicht ein relativ geringe Anpresskraft aus, da aufgrund des Konstruktionsprinzips mit ansteigendem Druck die Anpresskraft automatisch erhöht wird. Um jedoch die Dichtheit der Kugelsitze zum Gehäuse hin zu ermöglichen, sind für hohe Drücke auch hohe Kräfte erforderlich, um die Graphitdichtung entsprechend zu verpressen. Diese Kräfte werden oft durch ein Einschraubstück oder durch den Zusammenbau des Kugelhahngehäuses mithilfe von Schraubverbindungen auf die Einbauteile aufgebracht.

Bei einer konventionellen Bauweise erfolgt die Krafteinleitung für die Graphitdichtungen am Kugelsitz zum Gehäuse direkt über die Kugel, wodurch bei steigender Verpressung dieser Dichtung auch die Anpresskraft des Kugelsitzes auf die Kugel erhöht wird. Diese erhöhte  Anpresskraft wirkt sich negativ auf das Betätigungsmoment aus. Die Kugel läuft sehr schwer. Daher liegt die Obergrenze von metallisch dichtenden Kugelhähnen bei vielen Herstellern bei 100 bar – denn dann ist die Grenze des maximal Schaltbaren erreicht.

Reduziert man die Krafteinwirkung, wird zwar die Betätigung einfacher, jedoch reicht dann die Verpressung der Graphitdichtung am Sitzhalter nicht aus, um zuverlässig bis 420 bar abzudichten. Es entsteht eine Leckage um den Kugelsitz herum. 

Und was nun? Diese Problematik hat das Entwicklungsteam von
AS-Schneider nicht losgelassen. Man machte sich auf die Suche nach einer Lösung und entwickelte die 'Dissolution'-Kugelhahn-Konstruktion. Die patentierte Konstruktion bietet eine optimale Verteilung von Kräften und Belastungen im Kugelhahn, so dass diese nur dort auftreten, wo sie auch tatsächlich benötigt werden. Dadurch kann der Kugelhahn selbst unter hohen Drücken bis 420 bar problemlos leichtgängig betätigt werden.

Die Funktionsweise - 'Dissolution'-Kugelhahn-Konstruktion 
Die zur Abdichtung zwischen Kugelsitz und Gehäuse benötigten hohen Kräfte werden nur auf die entsprechenden Graphitelemente geleitet. Die Kugel selbst wird lediglich durch Tellerfedern belastet, die eine geringe definierte Mindestanpressung der Kugel an den Kugelsitz erzielen. Das Bedienmoment kann somit deutlich reduziert werden, wodurch der Bediener den Kugelhahn leicht betätigen kann. Gleichzeitig bietet diese Konstruktion höchste Dichtheit und Langlebigkeit.

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Über uns

Firmenporträt

AS-Schneider ist ein modernes, international aufgestelltes Familienunternehmen und setzt mit einer über 140-jährigen Tradition und Erfahrung auf den engen Kontakt zu den Kunden und auf technologischen Fortschritt. 

Mit rund 350 Mitarbeiter/innen zählt AS-Schneider zu den weltweit führenden Herstellern
von Industriearmaturen für die Mess- und Regeltechnik sowie Double Block & Bleed Kugelhähnen. Im Bereich Ventile für Großdieselmotoren (Schiffsantriebe, Stromerzeugung) ist AS-Schneider Weltmarktführer.

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Unternehmensdaten

Anzahl der Beschäftigten

100-499

Gründungsjahr

1875

Geschäftsfelder

Armaturenhersteller